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	<title>Jim's Blog</title>
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		<title>Nächste Projet&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 16:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
				<category><![CDATA[My life]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Leider sinn ech net ganz nokomm mam Bericht aus dem Cambodge, ech krut einfach keng Zäit méi. Ech kann ierch awer versécheren dass och déi läscht Deeg einfach super woren! Vläit kënnt de Rescht nach eng Kéier no&#8230;Fotoë fannt dir op Facebook, ech setzen der och eng Kéier hei op de Site. Knapps zréck hunn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider sinn ech net ganz nokomm mam Bericht aus dem Cambodge, ech krut einfach keng Zäit méi. Ech kann ierch awer versécheren dass och déi läscht Deeg einfach super woren! Vläit kënnt de Rescht nach eng Kéier no&#8230;Fotoë fannt dir op Facebook, ech setzen der och eng Kéier hei op de Site.</p>
<p>Knapps zréck hunn ech och schon ugefang déi nächst Rees ze plangen. Säit haut as dat ganzt dann och lo konkret!<br />
Ech fléien de 24. Januar 2010 fort, meng Route gesäit dann esou aus:</p>
<p>24.01.2010 Lëtzebuerg &#8211; Paräis<br />
24-25.01 Paräis &#8211; Rio de Janeiro</p>
<p>5 Deeg op der Copacabana relaxen</p>
<p>29.01 Rio de Janeiro &#8211; Montevideo (Uruguay)</p>
<p>2 Deeg bessi Sightseeing</p>
<p>31.01 Montevideo &#8211; Buenos Aires (Argentinien)</p>
<p>Vun hei aus geet et da lass op de groussen Tour duerch Argentinien, Chile, Bolivien a Peru</p>
<p>31.03 La Paz (Bolivien) iwwer Caracas (Venezuela) a Paräis nees zréck op Lëtzebuerg<br />
01.04 Landen ech Schlussendlech zu Lëtzebuerg (ke Witz)</p>
<p>Detailer kommen no <img src='http://devos.lu/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Battambang</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 09:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cambodia]]></category>

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		<description><![CDATA[11.11.2009 Bereits um 05.50 klingelt mein Wecker, heute geht’s per Boot nach Battambang. Am Frühstückstisch lerne ich Alex und seine Freundin (ihr Name weiss ich leider nicht) aus Schaffhausen, Schweiz, kennen. Auch sie werden nach Battambang reisen. Pünktlich um 06.30 trifft der Minivan ein der uns zum Hafen bringt. Er ist bereits gut gefüllt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>11.11.2009</p>
<p>Bereits um 05.50 klingelt mein Wecker, heute geht’s per Boot nach Battambang. Am Frühstückstisch lerne ich Alex und seine Freundin (ihr Name weiss ich leider nicht) aus Schaffhausen, Schweiz, kennen. Auch sie werden nach Battambang reisen. Pünktlich um 06.30 trifft der Minivan ein der uns zum Hafen bringt. Er ist bereits gut gefüllt und ich habe das Glück vorne sitzen zu dürfen, direkt neben der schlecht gelaunten Oma die die Tickets einsammelt. Ich sehe ihre Liste und stelle fest dass wir noch eine Menge andere Leute abholen werden, egal wie voll der Van bereits ist! Aber ich sitze ja vorne J Nach und nach wird der Van immer voller, manche müssen sich jetzt auf anderen Leuten ihren  Schoss setzen oder auf dem Boden verharren. Die Oma stellt sich jetzt auch in den Wagen und neben mich kommt ein junger Amerikaner aus Michigan sitzen. Wir kommen schnell ins Gespräch, er erzählt mir von seinem Leben, danach werde ich ihn nie wieder sehen. So geht das wenn man auf Reisen ist. Eigentlich schade dass man einige interessante und nette Leute, die man erst seit ein paar Stunden oder gar Minuten kennengelernt hat, nie wieder sehen wird. Leider ist das Boot bereits voll und ich muss wieder auf dem Dach sitzen. Hier lerne ich dann das australische Pärchen Steph und Tom kennen. Vor uns liegen jetzt 7 Stunden Bootsfahrt vor uns, und diesmal ist es kein Speedboat. Aus dem einfachen Grund dass wir durch teilweise durch dichtes Gestrüpp und Schwimmende Dörfer fahren. Die Fahrt ist wirklich wunderschön, allerdings ist es auch extrem heiß. Man kann der Sonne schutzlos ausgesetzt, das einzige was man machen kann ist sich permanent einzucremen. Unterwegs machen wir eine kurze Pause an einem kleinen Laden, mitten im Wasser. Hier können wir was essen, trinken und auch das tolle Klo benutzen. Dieses besteht aus einem Häusschen mit einem Loch im Boden, man kann sein Geschäft direkt in den Fluss erledigen. Daneben werden sogar Schweine und ein Hahn gehalten. Sehr eindrucksvoll. Nach dem kurzen Stopp geht’s noch einmal für über 3 Stunden aufs Boot. Völlig überhitzt angekommen mache ich mich mit dem Schweizer Pärchen auf die Suche nach einem Hotel bzw. Hostel. Wir beschliessen uns in das sehr bekannte Chhaya abzusteigen, von dessen Tuk Tuk Fahrern wir bereits bei der Ankunft des Bootes angeworben wurden. Für 10$ gibt’s hier ein sehr grosses und recht sauberes Zimmer. Wir verabreden uns noch fürs Abendessen und ich besorge noch mein Busticket nach Shihannoukville. Ich verbringe einen sehr netten Abend mit den beiden, wir erzählen uns von unseren Erfahrungen und Reisen. Nach ein paar Drinks im Gecko Café machen wir uns dann zurück ins Hotel.</p>
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		<title>Chill-out in Siem Reap</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 09:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[10.11.2009 Meinen letzten Tag in Seam Reap will ich ruhig gestalten. Das einzige was ich heute machen werde ist die Silk Farm besuchen. Hier kann man die verschiedenen Prozessen der Seidenherstellung mitverfolgen. Von der Motte bis zum fertigen Tuch. Den Rest des Tages verbringe ich mit schreiben, lesen, essen, trinken und schlafen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>10.11.2009</p>
<p>Meinen letzten Tag in Seam Reap will ich ruhig gestalten. Das einzige was ich heute machen werde ist die Silk Farm besuchen. Hier kann man die verschiedenen Prozessen der Seidenherstellung mitverfolgen. Von der Motte bis zum fertigen Tuch. Den Rest des Tages verbringe ich mit schreiben, lesen, essen, trinken und schlafen. </p>
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		<title>Angkor II</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 09:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[9.11.2009 Anja fliegt heute weiter Richtung Indien, Adam und die zwei Mädels fliegen wieder zurück nach Hong Kong, wo sie ein Auslandssemester absolvieren. Deshalb starte ich heute alleine und mache die grosse Tour in Angkor, 98km lang, diesmal allerdings mit dem Tuk Tuk. Die Tempel sind recht verschieden von denen die wir gestern gesehen haben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>9.11.2009</p>
<p>Anja fliegt heute weiter Richtung Indien, Adam und die zwei Mädels fliegen wieder zurück nach Hong Kong, wo sie ein Auslandssemester absolvieren. Deshalb starte ich heute alleine und mache die grosse Tour in Angkor, 98km lang, diesmal allerdings mit dem Tuk Tuk. Die Tempel sind recht verschieden von denen die wir gestern gesehen haben. Ich verbringe trotzdem viel weniger Zeit mit der Besichtigung. Leider sind die meisten auch von Dutzenden Touristen überlaufen. Abends steht etwas ganz besonderes auch den Programm, den Sonnenuntergang am Phnom Bok. Hier werden ganz bestimmt keine Touristen sein verspricht mir Erich. Kein Wunder, der Tempel bzw. die Tempelruine liegt auf einem der wenigen Hügel Angkors, um hinaufzukommen muss man erst einmal 1 Stunde fahren und danach die über 600 Stufen bewältigen. Mein Tuk Tuk Fahrer Mili (keine Ahnung wie man es wirklich schreibt) beschliesst mit hoch zu kommen, auch er gerät ganz schön aus der Puste. Oben angekommen kann man ein geniales Panorama betrachten, schier endlose Ebenen, und es ist tatsächlich kein Mensch oben. Lediglich ein älterer Herr der da oben wohnt, Mili und ich. Der Tempel ist leider verfallen, Bäume ragen aus den Türmen. Die Natur erobert das von Menschen geschaffene Meisterwerk zurück. Mir ist es immer noch ein Rätsel wie die Menschen die ganze Steine damals hochgeschleppt haben und dann noch so detailreich bearbeiten konnten. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang überbrücke ich mit ausruhen und dann erklärt mir Mili noch ein paar Bäume und deren Früchte. Er pflückt mir eine Frucht und ich beisse rein, urgs, ganz schön sauer! Er isst das harte, Bohnenförmige Ding ohne eine Miene zu verziehen. Anscheinend essen das hier alle Leute, Strassenläden verkaufen sie mit Chili oder Zucker. Und dann erklärt er mir auch noch dass es hier im Gestrüpp Kobras gibt und warum ich keine Affen in den Tempelanlagen gesehen habe. Die Affen haben Angst vor den Menschen weil die Einwohner Angkors die Affen jagen um sie zu anschließend zu verspeisen. Mahlzeit! Nach dem Sonnenuntergang geht’s zurück Richtung Hostel. Es ist bereits Stockfinster und wir fahren durch die Dörfer wo die meisten Hütten kein Strom haben. Von Straßenbeleuchtung brauchen wir gar nicht erst zu reden. Es ist so beeindruckend das Dorfleben zu beobachten. Die Leute machen ein Feuer vor der Hütte oder gucken alle zusammen fern in einem der Läden. Ein beeindruckender Tag geht zu Ende.</p>
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		<title>Angkor</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 09:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[08/11/2009 Mitten in der Nacht klingelt mein Telefon wieder. Unglaublich! Aber dann wird mir klar dass es mal wieder nur der Wecker ist. So früh, dabei konnte ich wieder kaum schlafen. Leider ist der Ventilator laut, und ohne ist es sehr schwül. Im Spiegel kann ich bereits die Augenringe zählen die vom Schlafmangel zeugen. An [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>08/11/2009</p>
<p>Mitten in der Nacht klingelt mein Telefon wieder. Unglaublich! Aber dann wird mir klar dass es mal wieder nur der Wecker ist. So früh, dabei konnte ich wieder kaum schlafen. Leider ist der Ventilator laut, und ohne ist es sehr schwül. Im Spiegel kann ich bereits die Augenringe zählen die vom Schlafmangel zeugen. An der Rezeption stelle ich fest dass noch gar keiner da ist. Lediglich das Wasser steht bereits auf dem Herd. Nach ein paar Minuten kommt ein Junge aus der Rezeption und sagt mir “Coffee is at 04.30” Meine Uhr sagt mir aber dass es bereits 05.00 ist. Er zeigt mir auf die Uhr an der Wand und da ist es erst 04.00! Das kann ich jetzt einfach nicht glauben, meine Uhr ging bis jetzt die ganze Zeit 1 Stunde vor! Das erklärt jetzt so einiges…Also lege ich mich wieder ins Bett und warte bis es 04.30 wird. Pünktli h um 04.30 komme ich runter und jetzt sitzen auch schon ein paar Leute da. Hier lerne ich Adam, Cathy, Anja und noch ein anderes Mädel kennen dessen Namen ich allerdings vergessen habe (war auch etwas kompliziert). Da sie auch die Fahrradtour geplant habe schliesse ich mich ihnen kurzfristig an. Nach dem Frühstück fahren wir gleich los, leider fängt es kurz darauf an zu regnen. Nach ein paar wenigen kilometern durch die Stadt sind wir am Eingang zu Angkor angekommen. Ich nehme mir ein Dreitagesticket für 40$, die anderen ein Eintagesticket für 20$. Da wir den Sonnenaufgang unbedingt von Phnom Bakheng aus sehen möchten, einem Tempel auf einem Berg wo die meisten zum Sonnenuntergang hingehen, müssen wir mächtig in die Eisen steigen. An uns rauschen pausenlos Tuk Tuks vorbei mit weniger sportiven Touristen <img src='http://devos.lu/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Rechtzeitig am Hügel angekommen machen wir uns über einen Weg durch dichten Wald hinauf zum Tempel. Es ist bereits eine Affenhitze, der Aufstieg ein Kraftakt. Es gilt dann auch einen steilen Hang hochzukommen und anschließend noch ein paar Stufen zum “Dach” des Tempels. Hier werden wir aber dann auch ordentlich für die Strapazen belohnt. Es ist einfach genial. Die ganze Atmosphäre ist unglaublich, man muss das wirklich selber erleben. Vor uns die über dem schier endlosen Dschungel aufgehende Sonne, hinter uns die Türme des Tempels, mit einer unglaublichen Detailverliebtheit gebaut. Vor uns liegt jetzt ein ganzer Tag voller Tempelsightseeing und Fahrradfahren bis der Hintern glüht, und glaubt mir, das tut er auch! Die Tour von Erich, dem Hostelbesitzer, ist ein wirkliches Highlight, viele Tempel haben wir für uns, die ganzen Busse voller Touristen kommen immer kurz nach dem wir aufgebrochen sind an. Leider sind die Tempel aber auch von bettelnden Kindern bevölkert, oder Ramsch-verkaufenden Kindern.<br />
Ich erspare euch jetzt mal die Beschreibung jedes einzelnen Tempel, ich möchte lediglich sagen dass ein Besuch Angkors ein absolutes Muss ist! Abends sind wir natürlich etwas Tempelmüde, wir gucken uns noch den Sonnenuntergang an und machen uns dann auch auf den Rückweg. Jetzt sind wir bereits seit über 12 Stunden auf den Rädern &#8211; und fühlen uns auch dementsprechend “gerädert”. Abends gehen wir in die Stadt in einem Strassenrestaurant essen, hier gibt’s Gerichte für 1$, die teuersten kosten 1,25$. Das Essen hier ist sehr lecker und wesentlich billiger als in der Pubstreet. Danach verabschieden sich die Mädels und ich gehe mit Adam noch das ein oder andere Bier trinken. Wir setzen uns wieder in ein solches Strassenlokal, bestellen uns ein Bier und lustigerweise rennt das Kind, bei dem wir bestellt haben, zum Supermarkt &#8211; unser Bier holen! Sachen gibt’s…Nach zwei Cocktails in der Pubstreet machen wir uns dann auch per Tuk Tuk auf den Rückweg. </p>
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		<title>07/11 &#8211; Chapter 3: Siem Reap</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 06:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[07.11.2009 Über Stock und Stein geht’s einige Kilometer Richtung Siem Reap. Ich bin richtig verwundert warum ein Ort mit Millionen Besuchern jährlich eine solch schlechte, schlecht ist eigentlich gar kein Ausdruck, Strasse hat. Riesige Schlaglöcher werden einfach mit dicken Steinen ausgefüllt, manche werden auch einfach sein gelassen. Alle fahren im zick-zack irgendwie Richtung Zielort. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.11.2009</p>
<p>Über Stock und Stein geht’s einige Kilometer Richtung Siem Reap. Ich bin richtig verwundert warum ein Ort mit Millionen Besuchern jährlich eine solch schlechte, schlecht ist eigentlich gar kein Ausdruck, Strasse hat. Riesige Schlaglöcher werden einfach mit dicken Steinen ausgefüllt, manche werden auch einfach sein gelassen. Alle fahren im zick-zack irgendwie Richtung Zielort. Auf dem Weg sieht man wieder das spannende Dorfleben, Leute die in Einfachstbehausungen den Tag mit fernsehen verbringen. Nach ca 10-15km ist dann Siem Reap erreicht. Es ist eine kleine, total verstaubte Stadt. Hier sind die Strassen teilweise noch schlechter als auf dem Weg hierher. Wohlgemerkt &#8211; hier befindet sich der Zentrum des Tourismus von Kambodscha mit seinem Touristenmagneten Angkor! Wie man mir später erzählt laufen hier aber auch so viele krumme Geschäfte, Deals, Verträge mit Exklusivrechten für die Nutzung der Strassen etc. Mein Hostel, das Prince Mekong Villa, liegt etwas außerhalb des Zentrums, aber nicht wirklich weit. Ich werde herzlich mit einem Welcomedrink begrüsst und man erklärt mir die Regeln des Hauses aber auch den Service wie z.B. Wäsche waschen, Internet…Nach dem ich mein Zeug in mein Zimmerchen gebracht habe gehe ich wieder runter zu Erich, einem Schweizer, der das Haus leitet. Er schlägt mir gleich eine Fahrradtour vor die man mit den kostenlos mietbaren Fahrrädern unternehmen kann. Als er dann sagt dass es 42km sind bekomme ich schon meine bedenken. Sie startet um 04.30 früh und die Route enthält auch Tempel die kaum oder gar nicht von Touristen besucht werden. Ausserdem fährt man gegen den Strom, so dass man die Tempel eh die meiste Zeit für sich hat. Nach dem planen fahre ich noch kurz mit dem Fahrrad in die bekannte Pub Street, wo es nur Bars und Restaurants gibt. Hier tummeln sich auch die allermeisten Touristen. Nach einem kleinen Imbiss geht’s auch gleich wieder zurück ins Guesthouse. Morgen wird ein langer Tag.</p>
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		<title>07/11 &#8211; Chapter 2: Eine Bootsfahrt, die ist lustig</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 04:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[07.11.2009 Wir legen ab, tuckern erstmal gemütlich an einem größeren Containerhafen vorbei. Am anderen Ufer stehen einige Holzhütten auf stelzen, einige Kinder amüsieren sich in dem für unsere Verhältnisse wohl nicht ganz sauberen Fluss. Ich würde ihn wohl eher als flüssige Müllkippe bezeichnen. Wir passieren etliche kleine Boote, welche sogar für einige Familien das Dach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.11.2009</p>
<p>Wir legen ab, tuckern erstmal gemütlich an einem größeren Containerhafen vorbei. Am anderen Ufer stehen einige Holzhütten auf stelzen, einige Kinder amüsieren sich in dem für unsere Verhältnisse wohl nicht ganz sauberen Fluss. Ich würde ihn wohl eher als flüssige Müllkippe bezeichnen. Wir passieren etliche kleine Boote, welche sogar für einige Familien das Dach über dem Kopf darstellt. Die für die meisten unvorstellbare Armut kann man hier hautnah erleben. Wenigstens besitzen diese Leute ein Boot. An manch anderen Orten in Phnom sieht man auch Leute die überhaupt nichts haben, nicht mehr als die Kleidung die sie anhaben. Nach knapp einer Stunde nimmt die Zivilisation mehr und mehr ab, man sieht nur noch vereinzelt Hütten am Flussufer entlang stehen. Dahinter endlose Flächen mit Reisfelder und Palmen. Spätestens jetzt weiß man dass man wirklich in einem sehr exotischen Land angekommen ist. Ich stöpsle mein iPod ins Ohr und höre Rolling Stones, Paint it Black. Es erinnert mich an die Vietnam Serie “Tour of Duty” die ich als Kind so gerne geschaut habe, die Schauplätze sind zum verwechseln ähnlich. Das Glücksgefühl ist einfach unbeschreiblich! Ich bin so froh hierhergekommen zu sein, irgendwie scheint ein Highlight nach dem anderen zu kommen, die Steigerungsmöglichkeit unendlich. Nach weiteren 1-2 Stunden kommen wir im Tonle Sap, dem größten Binnengewässer Südostasiens, an. Er ist wahrhaft gigantisch. Gigantisch groß. Leider gibt es hier nicht viel zu sehen, außer Wasser, Wasser und nochmals Wasser. Einige Fischer holen ihre Netze ein, die meisten fischen jedoch im Fluss selber wo die starke Strömung die Fische ganz von selbst in die breit ausgestellten Netze treibt. Der Tonle Sap hat auch einen ganz besonders großen Fischreichtum. Was ich hier noch unbedingt erwähnen will ist dass ich mitten!, ich betone MITTEN im See vollen Handyempfang habe. Warum, liebe Luxgsm Techniker, kann ich in meinem Büro in der Bank nicht einmal telefonieren??? Also bitte stellt ein paar mehr Antennen auf…Nach einer scheinbar endlosen Fahrt sehe ich am Horizont endlich einen kleinen Fleck der langsam aber sicher größer wird. Inzwischen hat es angefangen zu regnen und ich mach mich in die Kabine. Dort ist es allerdings so kalt dass das Boot das Prädikat “Schnellster Kühlschrank zu Wasser” verdient hat. Ich zittere noch eine Weile vor mich und klettere wieder bei voller Fahrt aufs Dach, was wirklich nicht ganz ungefährlich ist da es eigentlich keinerlei Absicherungen gibt. Und das Boot ist wirklich sehr schnell. Die Sonne fängt wieder an zu scheinen und ich schwitze mir gleich die Seele aus dem Leib. Es ist einfach unglaublich heiß, und das obwohl der Wind gegen den Körper peitscht. Nach wortwörtlich Stunden ist endlich Land in Sicht. Ärgerlich(s)ter Weise ruft die Natur bereits seit gefühlten 12, in Wirklichkeit ca. 4, Stunden. Und es gibt keine Toilette auf diesem Boot! Auch vom Heck aus ist wohl nicht gut pissen, ich wage mich zwar hin aber hier wird man erstens von den Abgasen vergiftet und zweitens würde durch die Luftverwirbelungen wohl alles wieder entgegenspritzen. Also lege ich mich wieder aufs Dach, Druck lass nach. Die Erlösung naht, eine Flussmündung ist in Sicht. Dort angelangt wird es wieder richtig spannend. Hier fährt mitten durch ein sogenanntes “Floating village”, ein schwimmendes Dorf also. Die Menschen leben auf Booten, Hausbooten, es ist einfach fantastisch das ganze zu erleben. Die Einwohner hier müssen sich wohl fühlen wie Zootiere, es werden Millionenfach Fotos geschossen, auch Ausflugsboote für Touristen fahren hier durch die Gegend. Leider ist das ganze ziemlich Disneylandmässig mit alle den Touristen. Aber es ist doch kein Showdorf, wie es das in Kanada z.B. gibt wo Indianerdörfer nachgebildet sind. Alles ist echt. Nach ein paar Minuten erreichen wir dann auch die Anlegestelle, kein großes Ding. Dutzende Tuk Tuk- und Busfahrer drängeln sich auf dem Steg, alle mit Schildern mit aufgeschriebenen Namen bewaffnet. Auch mein Name steht auf einem Schild, mein Fahrer steht ganz vorne.</p>
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		<title>07.11 &#8211; Chapter 1: Phnom Penh</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 04:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[07.11.2009 Mein Wecker auf dem Handy klingelt wie ein Telefon. Ich wache auf und denke mir “welcher Idiot ruft mitten in der Nacht an??” Es ist 05.50, jedenfalls denke ich das (mehr dazu in einem späteren Bericht), in der Früh und nur mit viel Mühe steige ich aus dem Bett. Ich habe vielleicht 3-4 Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.11.2009</p>
<p>Mein Wecker auf dem Handy klingelt wie ein Telefon. Ich wache auf und denke mir “welcher Idiot ruft mitten in der Nacht an??” Es ist 05.50, jedenfalls denke ich das (mehr dazu in einem späteren Bericht), in der Früh und nur mit viel Mühe steige ich aus dem Bett. Ich habe vielleicht 3-4 Stunden richtig geschlafen, ich fühle mich wie ein wandelnder Toter. Ein Glück habe ich meine Sachen bereits am Tag davor gepackt. In der Rezeption ist erstmal keiner, ich versuche es an der Bar. Ich hatte Take Away Frühstück bestellt. Hier treffe ich nur einen Jungen an, ich sage ihm dass ich zahlen möchte und er geht erstmal den Boss wecken welcher in einer Liege am Pool schläft. Sehr gemütlich! Neben an wird schon eifrig gebaggert, laute Musik ist zu hören, es ist bereits sehr schwül, wie kann man nur so schlafen?? Mit verschlafenen Augen guckt er mich an, ich will nicht wissen was er gerade über mich denkt. Ich sage ihm dass ich auschecken will und meine Rechnung zahlen will. Leider hat der gute Mann gar keine Ahnung wie das Abrechnungsprogramm funktioniert, er klickt wild umher, die Augen permanent zufallend. Er entschuldigt sich bei mir, da er kein Rezeptionist ist weiß er nicht wie das alles funktioniert. Ich mache ihm klar dass mein Tuk Tuk Fahrer bereits wartet und mein Schiff gleich abfährt, er wird immer nervöser, holt den Wachmann an der Schranke zu Hilfe. Woher soll dieser denn bitte wissen wie das funktioniert wenn nicht mal er eine Ahnung hat? Endlich findet er mal meine Zimmerrechnung, auf dieser wurde mir zwei Bier angerechnet, macht 5$. Ich habe diese zwei Bier aber nicht bestellt? Langsam werde ich sauer! “I will not pay for this!” wiederhole ich wieder und wieder. Das Beste ist, auf der Rechnung ist das Datum 04/11 aufgestempelt. Ja toll, da saß ich aber leider noch im Flugzeug. Dem Kerl geht langsam der Schweiß aus und nach vielem Hin und Her findet er dann auch nach langer Sucherei, auch der Wachmann muss mit ran, ein Block mit einer Schriftlichen Rechnung. Na bitte, geht doch, wozu das rumgehacke auf dem PC gut war ist mir leider nicht klar. Zähneknirschend zahle ich meine 100$, auch den Preis musste er erstmal auf der Hotel-Eignen Website suchen. Wortlos verlasse ich die Rezeption und laufe los. Durch das ganze Chaos habe ich bereits eine Dreiviertelstunde verloren, natürlich ist mein Tuk Tuk Fahrer nicht da. Ich muss erstmal suchen um einen Ersatzfahrer zu finden. Endlich am kleinen Hafen angekommen stelle ich fest das noch gar keiner da ist. Ich zeige meine am Tag zuvor gekaufte Fahrkarte und mir wird Einlass gewährt. Wo ist das Boot frage ich mich und erst als ich vom Steg herunterschaue sehe ich es. Ein langes, sehr flaches Boot mit zwei großen “Auspufftürmen”. Ich setze mein Rucksack ab und warte. Die Uhr passiert 07:30: kein Mensch da. 07:45: Sollte das Boot nicht längst abgefahren sein? 08:00 Die ersten Passagiere außer mir treffen ein. Sind hier alle so unpünktlich? Das kann doch nicht sein, eine Frechheit! Der Chef am Eingang scheint wohl zu warten bis er genug Passagiere hat damit es sich für ihn lohnt. 08:15: Immer mehr Leute treffen ein, gemischtes Publikum. Viele ältere Paare, ein paar junge Paare, auch einzelne Personen sind dabei. Deutsche, Franzosen, Engländer, Amerikaner, Niederländer und Chinesen sind mit an Bord. 08:30: Ob meine Uhr wohl richtig geht? Alle Mann an Deck, der stinkende und laute Dieselmotor wird angelassen. Natürlich wähle ich den Platz auf dem Dach des Bootes, auch die 3 jungen Deutschen trauen sich hoch. Es kann losgehen!</p>
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		<title>Von Folter und Mord&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 01:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[06.11.2009 Heute wird mein letzter Tag in Phnom Penh sein. Morgens steht erstmal Sightseeing auf dem Programm, und zwar die berüchtigten Killing Fields. Hierhin wurden tausende Menschen aus dem Foltergefängnis Tuol Sleng gebracht, unter dem Vorwand in ein anderes Lager verlegt zu werden. Mit verbundenen Augen wurden die Gefangenen per LKW nach Choeung Ek, einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>06.11.2009</p>
<p>Heute wird mein letzter Tag in Phnom Penh sein. Morgens steht erstmal Sightseeing auf dem Programm, und zwar die berüchtigten Killing Fields. Hierhin wurden tausende Menschen aus dem Foltergefängnis Tuol Sleng gebracht, unter dem Vorwand in ein anderes Lager verlegt zu werden. Mit verbundenen Augen wurden die Gefangenen per LKW nach Choeung Ek, einem ehemaligen Chinesischen Friedhof, gebracht und gleich getötet. An manchen Tagen kamen die Henker nicht nach mit dem töten, deshalb wurde einige Gefangene verschont. Bis zum nächsten Tag. Da Munition kostbar war, wurden Intellektuelle, Politiker, Kinder, Frauen und auch Ausländer mit Eisenstangen zu Tode geprügelt, anschließend schnitt man ihnen mit Macheten die Kehlen durch. Auch andere sehr primitive aber umso barbarischere Waffen kamen zum Einsatz wie z.B. Bambusrohre, Äxte, Hacken etc. Baby’s wurde an den Beinen gepackt und gegen den “Killing Tree” gehauen bis sie Tod waren. Die Toten wurden dann in Massengräber geworfen, bis zu 450 Personen wurden in diesen vergraben.<br />
Es ist schon eine recht beklemmende Atmosphäre, eigentlich ist Choeung Ek nur eine Wiese mit Bäumen, in der Mitte ein Stupa mit mehreren “Stockwerken” auf denen Schädel gestapelt sind. Man muss es sich schon selber in seiner Fantasie ausmalen wie das hier gewesen sein muss. Und wenn man dann noch bedenkt dass dies alles nur etwas mehr als 30 Jahre her ist. An manchen Stellen des Gehweges ragen noch Knochen und Kleidungsfetzen aus dem Boden. Es sind auch noch nicht alle Gräber exhumiert.<br />
In einem kleinen Film schildert ein Sprecher wie es damals zugegangen ist. Wer sich ein bisschen dafür interessiert sollte sich die Killing Fields schon ansehen, für andere ist es vielleicht eine Enttäuschung, in welchem Sinne auch immer. Anschließend wollte ich noch den Smokey Mountain besuchen, die grösste Müllkippe von Phnom Penh. An dem Eingang wurden wir aber dann wieder zurückgeschickt da es mittlerweile wohl verboten ist. Wenn ich es richtig verstanden habe aus Gründen der Sicherheit da wohl Leute bereits ausgeraubt wurden. Bereits auf der Strasse zum Smokey Mountain sieht man bereits wie manche Leute von dem Müll leben. Der Bürgersteig wird zur Trocknungsfläche für Plastiktüten, Kinder sortieren Plastikflaschen, ganze Familien leben vom Müll. Auf dem Smokey Mountain selber gibt es sehr viele Familien die sogar dort leben, sich Hütten gebaut haben. Pro Tag verdienen sie dann zwischen 0,50US$ und 1US$ indem sie Dosen und Plastik aufsammeln.<br />
Als nächstes besuche ich Tuol Sleng, oder auch S-21, das bekannte Foltergefängnis der Roten Khmer. Die ehemalige Schule wurde komplett umgebaut, Klassenzimmer wurden in Gefängniszellen umgebaut. Draussen lauern einige zum Teil furchtbar enstellte Menschen auf Touristen um ein paar Dollar zu erbetteln. Es ist schwer an ihnen vorbeizugehen. Drinnen kann man dann die Gebäudetrakte besichtigen, fast alle “Klassensäle” sind betretbar. In manchen stehen noch die Betten in denen die Gefangenen an den Füssen gefesselt schliefen. Auch die Folterräume samt Geräten kann man sich anschauen. Auf sehr vielen informativen Tafeln kann man Geschichten von Opfern lesen. Lediglich 7 Menschen wurden nach der Befreiung Phnom Penhs lebend aus Tuol Sleng geborgen, es waren Maler und Fotografen die Pol Pot porträtierten oder die Gefangenen, fotografierten. Einer davon hat das, was er erlebt hat, in gemalte Bilder umgesetzt auf denen man die diversen Foltermethoden sehen kann. Auf Fotografien von Gefangenen und Toten sind hier ausgestellt, unzensiert. Man kann sich einfach nicht vorstellen dass da, wo man gerade steht, 30 Jahre bevor Menschen furchtbarstes durchmachen mussten.<br />
Unpassenderweise verspüre ich jetzt großen Hunger und begebe mich wieder zu meinem Tuk Tuk Fahrer. Erst bringt er mich aber noch zum “Hafen”, wo ich mir mein Speedboot-Ticket nach Siem Reap für 35$ erstehe. Nach dem essen surfe ich noch ein bisschen im Internet und versuche einzuschlafen. Leichter gesagt als getan.</p>
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		<title>Phnom Penh</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 18:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jim</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Phnom Penh]]></category>

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		<description><![CDATA[05.11.2009 Der Flug von Kuala Lumpur nach Phnom Penh verläuft recht unruhig. Es gibt heftige Turbulenzen, der Pilot gibt sogar den Stewardessen die Anweisung sich anzuschnallen. Dummerweise während der Essensausgabe. Glücklicherweise habe ich mein Essen schon. Das Geruckel macht es aber nicht gerade leicht die Gabel zum Mund zu geleiten und so fällt auch schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>05.11.2009</p>
<p>Der Flug von Kuala Lumpur nach Phnom Penh verläuft recht unruhig. Es gibt heftige Turbulenzen, der Pilot gibt sogar den Stewardessen die Anweisung sich anzuschnallen. Dummerweise während der Essensausgabe. Glücklicherweise habe ich mein Essen schon. Das Geruckel macht es aber nicht gerade leicht die Gabel zum Mund zu geleiten und so fällt auch schon der eine oder andere Happen wieder hin. Das Essen ist übrigens ausgezeichnet, es gibt Chicken Curry mit Reis und ein paar Shrimps. Sehr lecker und zu meiner Verwunderung auch ziemlich scharf. Ich komme sogar leicht ins schwitzen. Vorbei an gigantischen Palmenfeldern tauchen wir bald in ein Meer. Ein Meer aus Wolken. Ich befürchte schon schlimmstes was die Wetterlage angeht. Langsam aber sicher, in Richtung Festland, klart der Himmel aber wieder auf. Die ersten Inseln sind zu sehn und gleich dahinter endloses Flachland mit noch mehr endlos vielen Felder. Alle brav in einem hübschen Muster nebeneinander. Dadurch laufen einige kerzengerade Schotterpisten und Bewässerungsflüsse. Nach knapp 2 Stunden setzt der Flieger dann zur Landung an. Die Zollformalitäten sind schnell erledigt, die Beamten ziemlich übel gelaunt, viele tragen Masken. Beim Eingang wird man von einer Wärmebildkamera durchleuchtet, man kann sich selber auf einem Monitor betrachten, mein Kopf erscheint in grün. Hinter mir sehe ich ein paar rote Gesichter, schnell weg hier. Es ist kaum zu glauben, aber mein Gepäck, das ich am Findel abgegeben habe, rollt tatsächlich vom Fliessband! Obwohl mich Galileo Mystery schon 100 mal gelehrt hat wie so ein Logistikzentrum funktioniert bin ich trotzdem immer wieder erstaunt. Ich begebe mich zum Ausgang wo mir gleich die Hitze entgegenstürmt, ungefähr als wenn man einen Ofen mit 250°C Umluft öffnet und dabei reinkuckt. Es dauert kein Augenschlag schon bekomme ich ein Taxi bestellt und werde hineingeleitet. Es ist unerträglich heiß, eine Tafel zeigt 35°C. Ich zeige dem Taxifahrer die Wegbeschreibung zum Hotel, er kennt es bereits. Leider ist sehr viel Verkehr, der gute Mann erklärt mir dass jetzt viele vom Job nach Hause fahren (es ist nicht mal 12.00??) Per Stopp and Go geht’s dann langsam Richtung Zentrum. Was ich gleich bemerke, es gibt keine Regeln auf der Strasse. Die tollen, hochmodernen Ampeln die sogar anzeigen wie lange es noch rot / grün ist, gibt es zwar, jedoch nur auf jeder 20. Kreuzung. Und so läuft der Verkehr nach dem Prinzip wer zuerst kommt fährt zuerst. Alle fahren irgendwie in irgendwelche Lücken, es wird gehupt, über die Gegenfahrbahn überholt, die Motoroller fahren wie verrückt. Ein Albtraum für jeden KFZ- und Lebensversicherer. Ich frage den Taxifahrer nach Unfällen, er lacht “yeees, many accidents, many accidents”. Das Strassenbild ist sehr spannend. Der Kontrast könnte größer nicht sein. Auf den Bürgersteigen sitzen Kinder mit ihren Eltern, es gibt unzählige Strassenläden mit Ramsch. Man sieht Menschen die Ochsenkarren ziehen, man sieht Leute auf Dächern von überfüllten Minibussen sitzen, man sieht die teuersten Lexus Limousinen, BMW X6, Mercedes S550, Hummer, Range Rover, Cadillac Escalades, vor allem dicke V8 SUV’s. An die in “Sitten”, die in manchen Guides beschrieben sind, scheinen sich hier auch viele nicht zu halten. Mädchen in Hotpants die mit ihren Freunden auf Motorrädern herumfahren oder in Spaghettitops rumlaufen, Leute in kurzen Hosen die die Knie nicht verdecken, laut Guides alles No Go’s. Keinen scheint’s zu stören. Nach unzähligem Gehupe und Beinahe-Unfällen biegt der Fahrer endlich links rein, natürlich halsbrecherisch einfach über die Kreuzung drüber, der Gegenverkehr wird schon aufpassen. Wir halten an einer Barriere, der Fahrer muss den Barriereaufpassbeauftragten erstmal überzeugen die auch zu öffnen. Anscheinend wohnt hier ein Minister. Wir halten, ich steige aus und schon hat ein Kofferträger unaufgefordert meinen Rucksack auf dem Rücken. Mir ist klar dass ich jetzt bereits den ersten Dollar los bin, aber was soll’s, die Leute müssen ja auch von irgendwas leben. Dem Taxifahrer drücke ich 10€ in die Hand, er fragt mich ob ich heute Nachmittag die Killing Fields besuchen möchte. Kundenbindung eben. Da ich aber flexibel sein möchte sage ich ihm dankend ab. Das Hotel ist sehr ruhig gelegen und doch mitten in der Stadt, umgeben von einem sehr schönen Garten und einem Pool. Mein Zimmer ist bereits vor der Check-In Zeit fertig und so kann ich mein kleines aber feines Zimmer beziehen. Ein grosses Doppelbett, ein Bad, Safe, Klimaanlage, alles was man so braucht. Nachdem ich mich mein ganzes Zeug erstmal auf dem Bett und Boden verteilt habe mach ich mich, mit dem Lonely Planet bewaffnet, auf den ersten Erkundungsgang. Ich habe vor erst mal Richtung Fluss zu gehen, aber irgendwie sind die Distanzen doch etwas weiter als gedacht. Also rein ins Tuk Tuk und ab zum Wat Phnom, dem einzigen Hügel in Phnom Penh. Hier kommen viele Leute zum beten, Touristen werden erstmal zur Kasse gebeten. So billig das Land auch sein mag, irgendwie wird man sein Geld doch schneller los als man Dollar sagen kann. Hier 1$ da 1$, es summiert sich. Ich besteige also den besagten Hügel und ich sehe eine Familie die scheinbar hier nebst einem Baum lebt. Es dauert nicht lange und die kleinen Kinder kommen angelaufen um zu betteln. Es ist schon hart einfach weiterzugehen. Schnell haben sie aber von mir abgelassen. Nach einer kurzen Besichtigung und der Begutachtung des untenstehenden Elefanten, der auf Touristen wartet, mache ich mich zu Fuss wieder auf den Weg. Die Zurufe der Tuk Tuk-Fahrer beantworte ich mit einem kurzen Kopfschütteln. Es geht vorbei an der amerikanischen Botschaft, die eher Fort Know gleicht als einer Botschaft. Meterhohe Mauern und Gitter, dahinter ein riesiges Gebäude und ein Spielplatz, davor eine Menge Wachen. Ich schieße ein Foto, von weitem höre ich eine Trillerpfeife, der Wachmann hat mich bemerkt. Ziemlich paranoid diese Amerikaner…Die Hitze wir allmählich unerträglich und ich rufe mir wieder ein Tuktuk. Nach kurzem verhandeln um den Preis von 2$ auf 1$ lasse ich mich zum Royal Palace fahren. Es ist eine wahrhaft impressionante Anlage mit einem ebenso impressionanten Eintrittspreis von 7,5$. Allerdings ist es das auch wert. Auch die klischeehaften Postkartenfotos samt in orange bekleideten Mönchen kann man hier schiessen. Die Mönche sind meist selber Touristen die mit Kameras rumlaufen und sich gegenseitig ablichten. Was mir hier auch aufgefallen ist, und as bereits am Flughafen, dass die allermeisten mit Laptoptaschen herumlaufen. Scheint wohl Trend zu sein. Anschliessend habe ich noch die Silberpagode besichtigt. Nach diesem Rundgang begebe ich mich zum Ausgang wo bereits eine Horde Tuk Tuk und Motodup-Fahrer auf die Touristen. Hier beschließe ich mich das erste Mal in meinem Leben auf ein Motorrard zu steigen. Ich glaub etwas gefährlicheres kann man hier nicht machen. Aber es ist auch die abenteuerlichste (und billigste) Art des Reisens. Wenn auch sicherlich nicht die bequemste. Ich lasse mich zu einem der wenigen, wenn nicht gar zum einzigen, Shoppingcenter der Stadt fahren. Ständig muss ich die Beine einziehen um nicht mit Autos und anderen Motorradfahrern zu kollidieren. Mein Fahrer rennt auch einfach über Kreuzungen, vorher wird kurz gehupt, die anderen werden schon aufpassen. Als wir endlich angekommen sind steige ich heilfroh vom Motorrad ab, zahle meinen Dollar und denke “Nie nie wieder”. In dieser Mall gibt es alles mögliche, gefälschte Kleider von Abercrombie &#038; Fitch bis zu Yves Saint Laurent. Aber auch ein Supermarkt, wo ich mich erstmal mit Wasser und Cola eindecke. Kaum wieder draußen sitze ich wieder auf einem dieser Motodups, den Motorardtaxis. Ich lasse mich zum Hotel fahren. Am Abend fahre ich noch zur Riverside wo ich im berühmten FCCC was esse und mir ein Bier genehmige. In diesem Hotel wohnten während des Vietnamkrieges die ganzen berühmten Kriegsberichterstatter, einige schöne Fotos hängen nebst Geckos an den Wänden. Nach meinem doch etwas teueren Mahl fahre ich wieder ins Hotel wo ich erstmal versuche zu schlafen, was mir aber leider nicht gelingen will, dank Jetlag. Irgendwie döse ich doch ein, erwache wieder, gucke auf die Uhr und stelle fest: “Toll, bereits zwei Stunden geschlafen!” Um 04:00 wache ich wieder auf, das mit dem schlafen wird wohl nichts. Also schreibe ich an diesem Text hier weiter bis mir dann irgendwann doch die Augen vor Müdigkeit brennen…</p>
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